Mercedes-Benz Mobility AG
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Vertreten durch den Vorstand: Franz Reiner (Vorstandsvorsitzender), Jörg Lamparter, Susann Mayhead, Tolga Oktay, Peter Zieringer
Vorsitzender des Aufsichtsrats: Harald Wilhelm
Handelsregister beim Amtsgericht Stuttgart, No. HRB 737788
Umsatzsteueridentifikationsnummer: DE 81 11 20 930
Luise und Kristina teilen sich eine Job-Tandem-Stelle in der IT, die insgesamt 150 % umfasst. Dabei arbeiten Luise zu 80 % und Kristina zu 70 %. In ihrem Team haben sie ihre Verantwortlichkeiten je nach Projekten trennscharf geteilt. Durch ihre Zusammenarbeit wird sichergestellt, dass die jeweiligen Bereiche die notwendige Aufmerksamkeit und Fachwissen erhalten.
Ihre gemeinsame Reise als Tandem begann 2018, als eine gemeinsame Bekannte Kristina auf Luise aufmerksam machte.
Anfangs kannten sich Luise und Kristina nicht und näherten sich wie bei einem ersten Kennenlernen an. In mehreren Meetings fanden sie heraus, wie die andere arbeitet, welche Werte sie vertritt, und schafften so eine vertrauensvolle Basis. Ehrlichkeit, Loyalität und gegenseitige Unterstützung waren von Anfang an wichtige Bausteine für ihren späteren Erfolg. Bis heute haben beide ihre Entscheidung nie bereut.
Für beide war ursprünglich der Wunsch, ihre Rolle als Mütter mit dem Beruf zu verbinden, der Grund für die Entscheidung, in Teilzeit zu arbeiten. Als Kristina aus der Elternzeit zurückkehrte, wollte sie jedoch nicht nur ihre fachliche Position ausbauen, sondern auch Personalverantwortung übernehmen. Sie erkannte, dass dies für sie nur im Jobsharing möglich wäre.
Für Luise stehen heute nicht mehr die familiären Gründe im Vordergrund. Sie schätzt vor allem die zusätzliche Zeit für sich selbst und beschreibt Jobsharing als ein Modell, das ihr eine besondere Arbeitssituation ermöglicht: eine ständige Sparringspartnerin an ihrer Seite. Obwohl sie keine persönliche Notwendigkeit mehr für Teilzeit sieht, kann sie sich derzeit nicht vorstellen, in Vollzeit zurückzukehren – denn damit würde sie diesen Vorteil verlieren.
Beide betonen, dass der Schlüssel zu ihrem Erfolg – wie in jeder guten Beziehung, ob privat oder beruflich – ihr gemeinsames Wertesystem ist. „Es gibt also kein Geheimrezept. Für uns hat das einfach perfekt gepasst“, sagt Kristina.
Ein weiterer Aspekt ist, dass die Rolle, auf die man sich als Tandem bewirbt, wirklich zu beiden Personen passen muss. Wenn es für eine Person nicht passt, entsteht schnell ein Ungleichgewicht.
Für Kristina war es besonders wichtig, auch in der Abwesenheit ihrer Jobsharing-Partnerin Entscheidungen treffen zu können. Ihr gemeinsames Versprechen war, diese Entscheidungen immer gegenseitig zu unterstützen. Luise ergänzt, dass es genauso entscheidend ist, nicht nach einer Kopie von sich selbst zu suchen. „Ich suchte jemanden, der mich und meine Stärken und Schwächen ergänzt“, erklärt sie. Beide schätzen die individuellen Eigenschaften der jeweils anderen sehr – was dazu geführt hat, dass bei ihnen weder Neid noch Konkurrenzdenken jemals ein Thema waren.
Am Anfang war die Situation nicht nur für die beiden, sondern auch für das Team neu und ungewohnt. Natürlich gab es auch Unsicherheiten. Aber nachdem die Verantwortlichkeiten klar verteilt waren, funktionierte es für das Team sehr gut. Das Team profitiert jetzt davon, zwei Führungskräfte mit unterschiedlichen Perspektiven zu haben. Das verbessert die Mitarbeiterentwicklung und bietet eine umfassende 360-Grad-Sicht bei Bewertungen und Mentoring. Auch Luise und Kristina mussten erst herausfinden, wie sie am besten zusammenarbeiten können, betonten aber, dass der etwas holprige Start für sie die einzige Herausforderung des Jobsharing-Modells war.
Die Erfahrungen von Luise und Kristina zeigen, dass Jobsharing neben dem Vorteil, mehr Zeit für Familien- und Privatleben zu haben, auch den Vorteil bietet, immer einen Sparringspartner an der Seite zu haben. Im Gegensatz zu anderen Führungskräften können sie sich in schwierigen Situationen austauschen und gemeinsam reflektieren. Dies heben beide als besonderen Vorteil hervor, den sie für sich entdeckt haben.